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Interview mit Dr. Bertrand Piccard

Visionär Piccard beim CEO Breakfast der Automechanika Frankfurt

05.08.2026

Am 8. September ist Dr. Bertrand Piccard zu Gast beim Automechanika CEO Breakfast in Frankfurt. Der Entdecker und Unternehmer wird Einblicke in seine Erfahrungen als Pionier geben und erläutern, warum nachhaltige Innovationen der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg sind.

Lesedauer: 2 Minuten

Piccard schrieb mit dem ersten Nonstop-Flug um die Welt in einem Heißluftballon und der ersten Erdumrundung in einem solarbetriebenen Flugzeug Luftfahrtgeschichte. Mit seinem neuen Projekt „Climate Impulse“ plant er nun den ersten Nonstop-Weltumrundungsflug in einem Flugzeug, das mit flüssigem Wasserstoff angetrieben wird und keinerlei CO₂-Emissionen verursacht.

„Das Unmögliche gibt es in der Realität an sich nicht, es existiert nur in der Denkweise derer, die die Zukunft als eine Fortsetzung der Vergangenheit betrachten.“

Bertrand Piccard
Dr. Bertrand Piccard

Dr. Piccard, Ihre Projekte galten lange Zeit als unmöglich. Was braucht es, um Grenzen zu überwinden?

Bertrand Piccard: Die einzigen Grenzen, die wir überwinden müssen, sind unsere inneren Grenzen – jene falschen Vorstellungen, die uns glauben machen, dass wir nicht anders denken können. Echter Fortschritt beginnt, wenn wir unsere Gewissheiten hinterfragen und bereit sind, das Gegenteil von dem in Betracht zu ziehen, was wir bisher immer getan haben. In diesem Sinne entsteht Innovation nicht dadurch, dass wir neue Ideen haben, sondern dadurch, dass wir alte Überzeugungen ablegen. So gewinnen wir einen freien Geist, der in der Lage ist, Neues anzunehmen.

Mit Climate Impulse wollen Sie zum ersten Mal nonstop und emissionsfrei in einem wasserstoffbetriebenen Flugzeug die Welt umrunden. Was möchten Sie damit zeigen?

Bertrand Piccard: Dieses Projekt ist weit mehr als eine technologische Herausforderung. In einer Welt, die von Öko-Angst geprägt ist, soll es beweisen, dass es mehr Lösungen als Probleme gibt, dass wir der Zukunft vertrauen können, sobald wir Maßnahmen zur Umsetzung sauberer Technologien und erneuerbarer Energien ergreifen. Wir müssen aufhören, Nachhaltigkeit als Einschränkung zu betrachten. Die Energiewende kann Innovationen beschleunigen, neue Märkte schaffen und wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen. Genau diese Botschaft möchte ich mit Climate Impulse vermitteln.


Die Automobil- und Aftermarket-Branchen durchlaufen derzeit eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Könnten Sie uns kurz skizzieren, welche Botschaft Sie den Gästen beim CEO-Frühstück vermitteln werden?

Bertrand Piccard: Ich bin überzeugt, dass Umwelt und Wirtschaft sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil: Die rentabelsten Lösungen von heute sind diejenigen, die effizient sind – in dem Sinne, dass sie Verschwendung reduzieren und es ermöglichen, mit weniger mehr zu erreichen, wodurch sich die Gewinnmargen verbessern. Unternehmen sollten den Wandel nicht als Risiko betrachten, sondern als Chance, sich neu zu erfinden und wettbewerbsfähiger zu werden. Wer Innovationen frühzeitig annimmt und den Mut hat, neue Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, wird langfristig erfolgreicher sein.

CEO Breakfast

Termin: 8. September 2026, Einlass und Frühstück: 7 Uhr, Programm ab 7.30 Uhr

Ort: Messegelände Frankfurt, Forum, Ebene 1, Saal Panorama

Das CEO Breakfast der Automechanika bietet internationalen Führungskräften eine Plattform für den persönlichen Austausch, strategische Impulse und Networking. 

Im Anschluss an den Keynote von Dr. Piccard folgt ein inspirierender CEO-Talk mit Vertretern der Event-Partner Aumovio, Castrol, Continental, Mann+Hummel, Schaeffler und ZF. Erfahren Sie aus erster Hand, wie die CEOs mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen und welche Rolle für sie die Zusammenarbeit mit Partnern spielt. 

Diese CEOs erwarten Sie bei der Talkrunde

„Der Automotive Aftermarket verändert sich durch die steigenden Anforderungen an Mobilität. Unser Wert liegt darin, Verfügbarkeit durch Zuverlässigkeit, Leistung und nahtlose Mobilität zu maximieren. Erfolg bedeutet, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen, kombiniert mit einem breiten Technologieportfolio, einer vernetzten Wertschöpfungskette und starken Partnerschaften im Aftermarket-Ökosystem.“

Philippe Colpron

„Die Transformation der Mobilität verändert den IAM grundlegend. Steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und neue Fahrzeugplattformen erfordern innovative Lösungen – genau hier setzen wir an. MANN+HUMMEL verbindet Innovation und Materialkompetenz mit einer datengetriebenen Supply Chain und einem bedarfsgerechtem Produktportfolio, um Kunden weltweit nachhaltigere und zukunftsfähige Lösungen zu bieten.“

Cedric Dackam

„Bei Castrol sind wir überzeugt: Die Zukunft der Mobilität gestalten diejenigen, die auf Innovation, Zusammenarbeit und nachhaltigen Fortschritt setzen. Die Automechanika bietet eine einzigartige Plattform, um Ideen auszutauschen, bestehende Denkweisen zu hinterfragen und gemeinsam den Wandel der Automobilindustrie für kommende Generationen voranzutreiben.“

Shalini Kashyap

„Reparaturfähigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Ökosysteme von morgen. Während digitale Services, neue Technologien und veränderte Marktanforderungen unsere Branche nachhaltig verändern, reduzieren wir für unsere Kunden die Komplexität – mit einer starken Marke, einem integrierten Portfolio und einem einheitlichen Serviceerlebnis.“

Jens Schüler

„Beim CEO Breakfast stehen für AUMOVIO die tiefgreifenden Veränderungen im Markt im Fokus. Diese Dynamik lässt sich nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Industrie, Werkstätten und Geschäftspartnern erfolgreich bewältigen. Praxisnah, global gedacht und mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung wollen wir gemeinsam Chancen entwickeln, um den Aftermarket zukunftsfähig aufzustellen.“

Enno Straten

„Wir hören unseren Kunden zu und setzen ihr Feedback um. Unser Ziel ist es, unabhängigen Werkstätten die Wahl hochwertiger Produkte sowie einfache Einbau- und Reparaturprozesse zu ermöglichen. Beim CEO Talk zeige ich, warum die Zukunftsfähigkeit der Branche den Blick über Unternehmensgrenzen hinaus und Verantwortung für das gesamte Aftermarket-Ökosystem erfordert.“

Rolf Sudmann

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