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Als die Deutschen 1985 die erste Version dieses Reifens vorstellten, steckte der Markt für Geländemotorräder noch in den Kinderschuhen. Vierzig Jahre später dominieren Geländemotorräder den Markt und der TKC80 ist zum Maßstab für 50er- und Fifty-Reifen geworden. Um noch weitere 45 Jahre durchhalten zu können, hat Continental seinen Bestseller überarbeitet, und hier ist der TKC80². In den letzten 40 Jahren wurde die erste Version des TKC80 mehrfach modifiziert. Das konnte kaum anders sein, denn die Motorräder, auf denen der Reifen montiert wurde, haben sich radikal verändert.
Die erste BMW R 80 G/S war mit einem 800-cm³-Boxermotor ausgestattet, der kaum 50 PS leistete und 186 kg fahrbereit wog, während die BMW R 1300 GS Ad „Man kann jedoch nicht immer nur mit kleinen Änderungen und Upgrades weiterarbeiten, manchmal muss man es wagen, ganz von vorne anzufangen und den Reifen komplett neu zu entwickeln. „Genau das haben wir beim TKC80² getan, wir haben bei Null angefangen“, erklärt Raphael Michels, Produktmanager.
Das Blatt war jedoch nicht völlig leer. Das Blockprofil des ersten TKC80 gibt es seit 40 Jahren und es ist zu einer Ikone in der Welt des Offroad-Fahrens geworden. Das Aussehen des Reifens zu stark zu verändern, käme für Continental einem Schuss ins eigene Bein gleich. Das Profil des TKC80² basiert daher weiterhin auf quadratischen Blöcken, auch wenn das Profil modifiziert wurde. „Die mittleren Blöcke wurden deutlich vergrößert und sind nun anders angeordnet. Dadurch erzielt man eine um 17 % größere Aufstandsfläche. Die schräg angeordneten Stollen bieten mehr Stabilität im Sand und auf lockerem Untergrund und verbessern gleichzeitig das Ansprechverhalten des Reifens auf der Straße. Die versetzten Blöcke reduzieren zudem das Rollgeräusch “, erklärt Michels.
Damit ein 50/50-Reifen sowohl auf der Straße als auch im Gelände eingesetzt werden kann, muss der Hersteller immer Kompromisse bei der Gummimischung eingehen. Auf der Straße möchte man eine weiche Mischung für viel Haftung, während man im Gelände eine härtere Gummimischung benötigt, um zu verhindern, dass sich die Stollen bereits nach nur 100 km abnutzen. „Da wir ein Profil mit mehr und größeren Blöcken entwickelt haben, konnten wir die Gummimischung anpassen“, erklärt Michels, ohne auf Details einzugehen.
Dickerer Gummi
Zwischen der Reifenkarkasse und der Gummimischung befindet sich eine neue Schutzschicht, die robuster ist und mehr Komfort bietet. Die Karkasse wurde für mehr Stabilität verstärkt, und der Gummi zwischen den Stollen wurde vergrößert, um das Risiko von Reifenpannen zu verringern. Die Kontur des Reifens wurde nicht verändert, die Mischung und das Profil wurden so kombiniert, dass sich der Reifen gleichmäßiger abnutzt als sein Vorgänger und gleichzeitig eine vorhersehbarere Haftung bietet. Die Lebensdauer des Reifens war während des Entwicklungsprozesses keine Priorität, da der erste TKC80 in diesem Bereich bereits eine hervorragende Leistung bot.
Im ersten Quartal 2026 werden 10 Größenkombinationen verfügbar sein (4 Vorderreifen in 19 und 21 Zoll sowie 6 Hinterreifen in 17 und 18 Zoll), wodurch der TKC80² 85 % des Offroad-Marktes abdeckt. Gut zu wissen ist, dass der ursprüngliche TKC80 ebenfalls in seinen 25 Größenkombinationen erhältlich ist. Der TKC80 war schon immer ein beliebter Reifen bei Herstellern von Custom-Motorrädern, die ihren Kreationen einen etwas robusteren Offroad-Look verleihen wollen. Continental gibt keine unverbindlichen Preisempfehlungen bekannt, weist jedoch darauf hin, dass der TKC80 der ersten Generation etwas günstiger sein wird als sein Nachfolger.