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Der Karosseriebau, lange Zeit als Beruf für Blechschlosser und Lackierer angesehen, steht heute an einem Scheideweg. Es ist offensichtlich, dass die Branche die Digitalisierung, strengere Reparaturstandards und ökologische Herausforderungen nicht ignorieren kann. Themen wie die Einführung von Sensoren, Elektrifizierung und Verbundwerkstoffen revolutionieren die Herangehensweise, die Rentabilität der Arbeitsmethoden und die Werkzeuge. Heute bedient ein Karosseriebauer sowohl ein Tablet als auch einen Hammer und arbeitet sowohl mit technischen Daten als auch mit Blechen. In den Werkstätten ist Innovation allgegenwärtig: 3D-Messungen, vernetzte Kabinen, digitale Farbmessung, Kalibrierung von Sensoren... All diese Entwicklungen verleihen Präzision, Sicherheit und sogar dem Image des Berufs eine neue Bedeutung.
1. Ein durch Elektronik beschleunigter Wandel
Unsere Karosserien verbergen nicht mehr nur einen Motor, sondern mehrere Schichten hochwertiger Technologie. Natürlich gibt es die Radargeräte in den Stoßfängern, aber seit einigen Jahren kommen auch Multifunktionskameras hinzu, und heute sind es Lidars. Sobald diese Bereiche durch einen Aufprall beschädigt werden, ist eine ADAS-Kalibrierung erforderlich und damit auch neue Kompetenzen, um diese Technologien zu verstehen und die neuen Kalibrierungswerkzeuge unter Berücksichtigung der von den Herstellern vorgegebenen Normen anzuwenden. Denn diese technologischen Schichten bringen auch hohe Anforderungen mit sich. Die Hersteller warnen nämlich davor, dass die Dicke und Beschaffenheit der Lackschichten auf den Radarbereichen die Sensoren stören können. Dies veranlasst einige Unternehmen dazu, radarverträgliche Formulierungen und Verfahren zu empfehlen, um Funktionsabweichungen nach der Reparatur zu vermeiden.
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Tony de Clercq
Herausgeber – Info Garage (Belgien)
Berichtet für Gateway aus der Automotive Welt.